Putins Russland, der Tod Alexei Nawalnys und ein Verlust für Freiheit und Demokratie

Alexei Nawalnys mutmaßlicher Tod ist ein großer Verlust für die Demokratiebewegung in Russland. Er ist aber auch eine Mahnung an die Welt, sich für Freiheit und Menschenrechte einzusetzen, wo immer sie bedroht sind.

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Mit dem mutmaßlichen Tod von Alexei Nawalny verliert die Welt heute einen mutigen Kämpfer für Freiheit und Demokratie. Nawalny war ein unermüdlicher Kritiker des russischen Regimes und seiner Korruption. Er scheute sich nicht, die Wahrheit zu sagen, auch wenn dies seine eigene Sicherheit gefährdete und ihn nun das Leben gekostet hat.

2020 wurde Nawalny Opfer eines Giftanschlags des russischen Staates. Er überlebte nur knapp und verbrachte anschließend mehrere Monate in Haft. In der Haft wurde er systematisch schikaniert und seiner Gesundheit beraubt. Trotz aller Repressionen und Lebensgefahr kämpfte Nawalny weiter für seine Überzeugungen. Mit seinem Mut und seiner Entschlossenheit hat er Millionen Menschen in Russland und weltweit inspiriert.

Alexei Nawalnys Tod ist ein großer Verlust für die demokratische Bewegung in Russland. Er ist aber auch eine Mahnung an die Welt, sich für Freiheit und Menschenrechte einzusetzen, wo immer sie bedroht sind.

Gerade heute ist es schwer zu verstehen, wie Menschen in Deutschland, einem Land mit einer gewachsenen demokratischen Tradition, Russland immer noch für eine Demokratie und Wladimir Putin für einen lupenreinen Demokraten halten können.

Vor allem eine Partei mit Regierungsverantwortung wie die SPD sollte sich jetzt noch mehr überlegen, ob sie einen Mann wie Gerhard Schröder weiterhin Mitglied nennt, denn die Realität in Russland unter Putin ist ein autoritäres Regime, das Meinungs- und Versammlungsfreiheit unterdrückt. Das korrupte System, das Putin an der Macht hält, gibt loyalen Oligarchen Macht. Und die Realität ist eine aggressive Außenpolitik, die Nachbarländer nicht nur bedroht, sondern mit Krieg überzieht.

Das Schweigen von AfD, BSW, Alice Schwarzer, Sarah Wagenknecht und anderen Putin-Verstehern an diesem Tag ist entlarvend.

Putin’s Russia, the death of Alexei Navalny and a loss for freedom and democracy

Alexei Navalny’s presumed death is a great loss for the democracy movement in Russia. But it is also a reminder to the world to stand up for freedom and human rights wherever they are threatened.

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With the presumed death of Alexei Navalny today, the world has lost a courageous fighter for freedom and democracy. Navalny was a relentless critic of the Russian regime and its corruption. He was not afraid to speak the truth, even when it put his own safety at risk and has now cost him his life.

In 2020, Navalny was the victim of a suspected poisoning by the Russian state. He barely survived and then spent several months in prison. While in prison, he was systematically harassed and his health deprived. Despite all the repression and threats to his life, Navalny continued to fight for his beliefs. His courage and determination inspired millions of people in Russia and around the world.

Alexei Navalny’s death is a great loss for the democratic movement in Russia. But it is also a reminder to the world to stand up for freedom and human rights wherever they are threatened.

Especially today, it is difficult to understand how people in Germany, a country with a long democratic tradition, can still consider Russia a democracy and Vladimir Putin a perfect democrat.

Especially a party with governmental responsibilities like the SPD should now think even more carefully about calling a man like Gerhard Schröder a member, because the reality in Russia under Putin is an authoritarian regime that suppresses freedom of opinion and assembly. The corrupt system that keeps Putin in power gives power to loyal oligarchs. And the reality is an aggressive foreign policy that not only threatens its neighbours but actually wages war against them.


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