Sternenkrieger, Raumschiffe, Schutzschilde, Schwerter, Speere, Spieler um den Thron und das Spice

Mittwoch, 10. November 2021

Beinahe hätte ich „Dune“ im Kino verpasst und hätte damit auf diese so wunderbare überlange Überschrift verzichten müssen und mir wäre ein Abenteuer entgangen, dass man unbedingt auf einer großen Leinwand sehen sollte, samt dem passenden Sound. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Film auf dem heimischen Bewegbildempfangsgerät seine Wirkung so umfassend entfaltet.

Meine Headline fasst den Filminhalt zwar nur grob, aber dennoch passend zusammen. Fast scheint es so, als ob „Star Wars“ und „Game of Thrones“ ein Kind gezeugt haben. Der Sex muss richtig gut gewesen sein. Denn das „Baby“ ist fantastisch. Mein Eindruck dieses Cross-Overs wird besonders durch Jason Momoa bestärkt. In „Game of Thrones“ spielte er den Khal Drogo und auch in „Dune“ ist er wieder in der Rolle eines großen, schwertkämpfenden Anführers zu sehen, der bei Zeiten aus der Handlung verschwindet. Diesmal hat er aber deutlich mehr Text. Apropos Sex. Davon gibt’s in „Dune“ keinen, nicht mal andeutungsweise. Der Film muss ich ja aber auch im amerikanisch-prüden Mainstream-Kino behaupten können und nicht nur bei HBO.

Hauptdarsteller Timothée Chalamet (Paul Atreides) verkörperte in dem Historiendrama „The King“ auf Netflix Heinrich V., der erst noch lernen muss, was es bedeutet, ein König zu sein, und der auf seinem Weg von seinem treuen Freund Falstaff begleitet wird. Wenn man will, die shakespeare’neske Vorgeschichte zu „Dune“, einer Reihe von Science-Fiction-Romanen von Frank Herbert und zugleich der Originaltitel des ersten Bandes. Den aristokratischen Touch bringt Timothée Chalamet gut rüber.

Ich freue mich, dass es ein „Dune II“ geben wird und überlege, ob ich mich auf die Bücher stürze. Die Story ist so richtig nach meinem Gusto. Bei „Game of Thrones“ hat mich das gleichzeitige Lesen des „Liedes von Eis und Feuer“ aber irritiert und zu mancher Verwirrung geführt, da sich die TV-Adaption nicht immer an die Buchvorlage gehalten hat.

Mein Fazit:

Bewertung: 10 von 10.

Endlich wieder richtig gute Science-Fiction im Kino.


Bildquelle: Legendary Pictures, Warner Bros., Villeneuve Films (Dune); HBO (Game of Thrones), Netflix (The King)

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