Zahnärztinnenbesuche und die Vorzimmerdame

Behind Blue Eyes • Freitag, 4. April 2020, 12:00 Uhr

Ich sitze noch nicht einmal richtig im Behandlungsstuhl, doch schon bin ich durchgeschwitzt. Zahnärztinnenbesuche sind so überhaupt nicht meins, auch wenn ich nie eine schlechte Erfahrung gemacht habe. Allerdings wollte ich heute gar nicht hier sein.

Schon gestern Nachmittag ging ich voll Muts in die Praxis. Beim Eintreten wurde ich verwundert angeguckt: „Was machen Sie den hier“? „Ich habe ein Termin“. „Wir hatten Sie letzte Woche angerufen, dass die Frau Doktor kurzfristig einen Nachtdienst im KZV-Bereitschaftsdienst hat und deshalb heute im Frei ist“.

Da hat wohl meine Vorzimmerdame in meinem Terminkalender etwas durcheinandergebracht. Ich muss mal ein ernstes Wörtchen mit ihr reden! Aber – tapfer wie ich nun mal bin – bin ich diese Woche zum zweiten Mal in die Zahnärztinnenpraxis gegangen und sitze jetzt tatsächlich auf dem Behandlungsstuhl, mit hell ausgeleuchtetem Mund und reichlich Schweiß, nicht nur auf der Stirn.

Übrigens, der wichtigste Satz meiner Frau Doktor zu mir lautet: „Sie müssen bitte mal wieder atmen!“

7 Kommentare

  1. Ich finde die Besuche in meiner Zahnarztpraxis immer unheimlich entspannend und witzig. Eigenlich müsste ich jetzt im April wieder dran sein zur Prophylaxe. Frau. F. ruft mich immer an und dan machen wir gleich einen Termin. Wenn alles gut läuft, sitze ich schon 15 Minuten vor dem Termin auf dem Stuhl und bin noch vor dem Termin wieder weg.

    1. Wenn Du schon ganze 15 Minuten vor dem eigentlichen Termin auf dem Behandlungsstuhl Platz nehmen kannst, dann spricht das nicht gerade für das Praxismanagement. Aber das ist ja das Thema der Ärztin, also egal.

      Witzig ist meine Frau Doktor auch. Ich bin aber halt ein Zahnarztangsthase… 😕

Kommentar verfassen