Ein defektes Beifahrerseitenbremslicht, ein freundlich gemeinter Hinweis und eine Tirade von Schimpfwörtern, die ich nicht zitieren will

Es war ein schöner Sonntag. Ich fuhr mit dem Auto zu meinen Eltern. Die Straßen waren frei und ich konnte entspannt fahren.

Plötzlich bemerkte ich, dass das Auto vor mir ein defektes Bremslicht hatte. Ich wollte die Fahrerin darauf aufmerksam machen, damit sie das Problem beheben kann. Vor einer Ampel standen wir nebeneinander und ich signalisierte ihr durch Winken, dass ich mit ihr sprechen wollte. Die Fahrerin öffnete das Fenster. Sie war eine junge Frau, Mitte vierzig, mit langen blonden Haaren. Modisch gekleidet. Sie lächelte mich freundlich an.

„Guten Tag“, begann ich. „Ich wollte Ihnen nur sagen, dass Ihr Bremslicht kaputt ist.“ Die Frau schaute überrascht. „Wirklich?“ fragte sie. „Das wusste ich gar nicht.“ „Ja, das Licht auf der Beifahrerseite.“ Die Frau nickte. „Danke, dass Sie mich darauf aufmerksam gemacht haben“, sagte sie. „Ich werde gleich zu Hause nachsehen.“

Sie schloss das Fenster und wir beide fuhren weiter, als die Ampel „grün“ wurde. Ich war froh, der Frau geholfen zu haben. Doch dann geschah etwas Unerwartetes.

An der nächsten Ampel hupte ein Auto. Ich schaute in Richtung des Geräuschs. Die Frau von eben. Sie gestikulierte wild. „Was sollte das gerade!“, schrie sie. „Was mischen Sie sich in meine Angelegenheiten ein?“ Ich war perplex. „Ich will doch nur helfen“, sagte ich fast schüchtern. „Ihr Bremslicht ist kaputt.“ „Ich weiß, was ich mit meinem Auto mache“, schrie die Frau. „Ich brauche keine Ratschläge!“ Es folgte eine Tirade von Schimpfwörtern, die ich nicht zitieren will.

Dann fuhr sie los und davon. Ich blieb überrascht stehen und starrte ihr nach. Ich konnte es nicht glauben. Ich hatte ihr doch nur helfen wollen. Und dafür wurde ich jetzt beschimpft.

Ehrlich gesagt bin ich jetzt etwas frustriert, während ich die KI diesen Beitrag schreiben und auch vertonen lasse. Ich nehme mir vor, in Zukunft nicht mehr zu versuchen, anderen Verkehrsteilnehmern zu helfen. Es lohnt sich einfach nicht, dafür beschimpft zu werden.

Aber ich denke auch an die Gefahren, die ein kaputtes Bremslicht mit sich bringen kann. Ich weiß, dass ich richtig gehandelt habe und deshalb beschließe ich, dass ich in Zukunft trotzdem versuchen werde, anderen zu helfen. Auch wenn ich dafür beschimpft werde.


Kommentare

SusA_It • Sonntag, 28. Januar 2024 (via Bluesky)

Das hängt aber nicht nur am Fahrzeug. Weist man Radfahrer*innen auf defektes Licht hin, wird man auch oft beschimpft.


Hans-Georg • Sonntag, 28. Januar 2024

Wenn eine Polizeistrafe das defekte Bremslicht bemerkt hätte, hätte man sie angehalten und sie hätte einen Mängelbericht bekommen mit der Massgabe, den Defekt abstellen zu lassen und binnen eines Zeitraums X den Wagen bei einer Polizeistation vorzustellen, natürlich repariert.

Danny • Sonntag, 28. Januar 2024

… und es hätte ein Bußgeld von fünfzehn Euro geben können.