Autos, Fahrradwege und der alltägliche Wahnsinn auf Dresdner Straßen

Donnerstag, 28. April 2022 – 6.15 Uhr

Es gibt wohl kein Verhältnis von Straßenverkehrsteilnehmern, dass so arg „zerrüttet“ ist, wie das von Autonutzern und Fahrradfahrern. Ich konnte das gerade live und in Farbe erleben.

Kurz zum Hintergrund: Die Chemnitzer Straße in Dresden ist Teil meines Arbeitswegs. Über die Strecke kommen viele Pendler aus dem Umland in die Stadt. Entsprechend voll ist die Straße und es kommt tagsüber regelmäßig zum Stau. Noch wichtig zu wissen ist, dass der Fahrradweg hier nur „gestrichelt“ ist. Vom fließenden Verkehr kann er also überfahren werden. Bei Staus muss man ihn freihalten.

Vor mir ein Audi Q 7. – Was muss der Typ wohl alles kompensieren, wenn er so ein Teil für den Weg auf Arbeit braucht, aber dies ist ein anderes Thema…

Der Q-7-ner steht aber nicht neben, sondern direkt auf dem Fahrradweg. Eine vielleicht Fünftklässlerin hält deshalb neben mir und hebt ihren Drahtesel auf den Fußweg. Spätestens jetzt sollte ein aufmerksamer Autofahrer mitbekommen haben, dass er falsch steht.

Neben mir fährt jetzt eine ältere Frau. Sie hält, haut mit der rechten Hand aufs Audi-Heck und rollt am Auto vorbei. Es wird wild gehupt. Der Insasse springt aus seinem Auto und rennt hektisch ums Vehikel rum. Nun steht er selbst einem Radler im Weg. Als dieser klingelt, wird er wüst beschimpft.

Aber es geht noch weiter…

Radlerin und Q-7-ner haben noch ein zweites Treffen. Diesmal auf der Budapester Straße. Hier ist die Straße vierspurig und der Fahrradweg ist erhöht und „rot“.

Der Audi-Fahrer hat ordentlich „Gas gegeben“. Er hält auf der Straße und passt die Radfahrerin ab. Eine Diskussion folgt.


Bildquelle: sächsische.de (Beitrag), faz.net (Titel)


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