Personalausweis, Passbild und das bundesdeutsche Neuland

Art. 5 • Sonnabend, 12. November 2022

Ich brauche einen neuen Personalausweis. Schon mit der Schilderung meiner Suche nach einem zeitnahen Termin Mitte August bei einem der Bürgerämter Dresdens, könnte man Homers Odyssee ein paar Kapitel hinzufügen. Aber dies funktionierte alles noch online.

Gestern war ich beim Friseur und heute zum Passbild-Shooting. Während das Licht eingerichtet und ich positioniert wurde, fragte ich, wie die Bilder eigentlich zum Einwohnermeldeamt kommen.

In meiner blühendsten Fantasie hatte ich mir doch tatsächlich vorgestellt, dass die Fotos hochgeladen werden und dann im Bürgerbüro mit dem Scan meiner Fingerabdrücke in einem Auftrag an die Bundesdruckerei zusammengeführt werden.

Doch wir leben im bundesdeutschen Neuland: „Ich drucke Ihnen die Fotos aus und Sie nehmen sie mit zum Amt“.

Wahrscheinlich habe ich zu ungläubig geguckt, denn – und nun liebe Leser dieses kleinen aber feinen Blogs halten Sie sich, egal ob innen oder außen, gut fest – die Fotografin fuhr in ihrer Erklärung fort: „Vielleicht ändert sich das 2025“.


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