Blökende Menschenmassen, Vogelgezwitscher in der Stille und der vergrämte Genuss

Sonntag, 15. Mai 2022 (Kalte Sophia)

Der Rhododendronpark in Kromlau mit der Rakotzbrücke ist ein hübscher Flecken Sachsens. Leider konnte ich unseren Ausflug in diese Idylle heute nicht voll genießen. Der Grund liegt im Verhalten der anderen Besuchenden.

Dass wir hier nicht allein sein werden, war mir klar. Der Rhododendron blüht nur wenige Wochen im Jahr. Viele wollen sich dieses Highlight nicht entgehen lassen und die Parkanlage im Landkreis Görlitz bietet sich für einen Sonntagsausflug an. Auch viele größere Gruppen waren unterwegs. Deren inhaltslose Gespräche übertönten sogar die Frösche am Teich der Rakotzbrücke. Teilweise verstanden wir unsere eigene Unterhaltung nicht mehr.

Zu unserem Glück waren Viele nur an Brücke und Rhododendron-Tal interessiert. Je weiter wir von diesen Punkten wegkamen, um so ruhiger wurde es. Im Englischen Garten konnten wir dann dem Gesang von Buchfink, Amsel und Dompfaff lauschen. Am Nixenteich waren die Frösche ungestört in ihrem Element.


🔗 Rhododendronpark mit Rakotzbrücke – kromlau-online.de

2 Kommentare

  1. Volle Straßen, volle Parks, Strände – was auch immer – deshalb zieht es uns an den Wochenenden nicht raus. Wir haben das große Glück, und wir sind uns dessen wirklich bewusst, dass wir eine Wohnung haben, deren Tererasse gefühlt in einem Wald liegt (es ist ein Restwald) mit sehr viel Vogelgezwitscher. Sobald es das Wetter zulässt, sind wir draußen, in unserem Freilichwohnzimmer. Wer dieses Glück nicht hat, will natürlich raus, das kann ich wirklich verstehen.

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