Kloster, Muse für Caspar David Friedrich und die Erbbegräbnisstätte einer bekannten sächsischen Familie

Sonntag, 4. September 2022

Das Kloster Altzella war ein Ort der geschichtlichen Superlative. Es war Zentrum des Zisterzienser-Ordens in Sachsen, dennoch fiel der Konvent der, ebenfalls vom Kurfürstentum ausgehenden Reformation zum Opfer.

In der Kloster-Bibliothek mit kostbaren Büchern, gab es neben der Bibel auch ein Exemplar des Sachsenspiegels. Diese älteste Sammlung von Rechtsvorschriften im Deutschen Reich ist heutzutage in Leipzig zu bewundern.

Glück hatte das Gelände, dass es dem Hause der Wettiner auf besondere Weise verbunden war. Altzella war deren Erbbegräbnisstätte. Die Gebäude mussten deshalb nicht das Schicksal vieler anderer Klöster in Sachsen teilen. Diese wurden oft dem Erdboden gleich gemacht. Große Teile der Anlage bei Nossen blieben erhalten, auch weil Kurfürst Friedrich August III. 1787 hier ein Mausoleum errichtete.

Sein Hofgärtner Johann Gottfried Hübler schuf rund um die Grabstätte einen Landschaftspark. Die großen Maler der Romantik – Caspar David Friedrich und Ludwig Richter – fanden hier ihre Inspiration.

Heute war das Kloster Altzella unser Sonntagsausflugsziel.


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