Burnout, Metalle und Edelsteine

Filmhelden • Freitag, 14. Oktober 2022

Heute sind sie nun das erste Mal zu sehen! Die drei Ringe der „Elbenkönige hoch im Licht“: Narya, Nenya und Vilya. Amazons Prime Video hat die Geschichte ihrer Entstehung in den letzten Wochen erzählt, dafür auch einige bildliche Meisterwerke auf das Bewegtbildempfangsgerät gezaubert und doch fehlt der neuen Serie aus Tolkiens Welt etwas. Ein Funke Magie.

Achtung: Spoiler!

Die Elben leiden unter Burnout. Doch statt mal eine Kur zu machen, geben sie sich lieber der Hoffnung hin, dass ein Metall ihnen neue Energie schenkt. Da sie schon immer ein merkwürdiges Völkchen waren (und auch bleiben werden), versuchen sie den notwendigen Roh-Stoff auf nicht ganz so edlem Weg zu bekommen, wie sie sich in ihrer Selbstwahrnehmung so gern sehen. Schlussendlich gelingt es ihnen nach ein paar Experimenten dann, die ersten von insgesamt zwanzig Machtringen zu schmieden.

Kurz und knapp lässt sich so „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ zusammenfassen. Natürlich ist das Drehbuch viel poetischer geschrieben, als ich das jetzt getan habe. Zusätzlich lernt der geneigte Zuschauende noch etwas über die Geschichte Mordors (dem Ort, wo die Schatten drohen) und, wir bleiben geschichtlich, die Biografie von Sauron und einem noch Namenslosen wird aufgearbeitet.

Klingt interessant. War es auch. Aber wären die Serie über meinen Bildschirm lief, habe ich öfter mal nach meinem Smartphone gegriffen. Das ist kein gutes Zeichen: Ich war nicht gefesselt und dabei bekomme ich es auch bei TV-Shows durchaus hin, die Welt um mich herum ‚zu vergessen‘. Auf die nächste Staffel freue ich mich aber. Wir brauchen ja jetzt noch sieben Ringe für die „Zwergenherrscher in ihren Hallen aus Stein“.

Und die Zwerge waren in aktuellen Folgen wieder coole Socken.


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