Panzer, Steuern, Apps und die deutsch-ukrainischen Unterschiede

Montag, 28. März 2022

„Ihr habt einen russischen Panzer oder gepanzerten Personentransporter erbeutet und macht euch Sorgen darüber, wie ihr ihn in der Steuererklärung deklarieren sollt? Bleibt ruhig und verteidigt weiterhin das Mutterland!“ So hat sich die ukrainische Anti-Korruptionsbehörde (NAPC) zu den Panzer-Abschleppaktionen von Bäuerinnen und Bauern geäußert. In der Bundesrepublik wohl eher undenkbar. Schneller als Molotov-Cocktails gebaut werden können, gäbe es bei uns schon das passende Formular – aber natürlich nicht als beschreibbare PDF-Datei.

Der Einsatz der neuen ukrainischen Russen-Panzer-Melde-App auf deutschen Boden dagegen würde am Datenschutz scheitern. Die verbeamteten Bedenkenträger würden sich im Falle des Falles schon durchsetzen! Ordnung muss schließlich sein. Das haben wir schon immer so gemacht und wo soll das Hinführen, wenn jeder mit so einer Idee kommen würde?!

Darf ich mich über einige Aspekte des Krieges lustig machen? Ja! Wenn wir mit dem Lachen aufhören, hätte Putin den Krieg schon gewonnen, ohne dass in Deutschland nur ein einziger Schuss gefallen wäre. Es gibt nur eine Bedingung dafür: Wir müssen unsere Herzen für die ukrainischen Menschen offen lassen!

Kommentar verfassen